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Mitglieder zur Nachkriegszeit

Entstehung

Im Jahre 1875 sah sich der Gemeinderat von Burgdamm genötigt, sich Gedanken über das Feuerlöschwesen in Burgdamm zu machen. So entstand am 30. Januar 1895 in Burgdamm ein Spritzenverband. Durch viele Brände in den weiteren Jahren bis 1912 veranlasst, gründeten jene Burgdammer und der damalige Gemeindevorsteher Heinrich Seekamp eine Freiwillige Feuerwehr. In einer Versammlung am 7. Januar 1913 wurde im Kurpark zu Burgdamm die Freiwillige Feuerwehr Burgdamm ins Leben gerufen. Der Gemeinderat bewilligte für den Bau eines Gerätehauses und die Ausrüstung einer Freiwilligen Feuerwehr 16.500 Mark.

An Feuerlöschgeräten wurden angeschafft:

2 Abprotzspritzen, 2 Schlauchwagen, 2 Leiterwagen. Außerdem die dazugehörigen Kleingeräte.

Zur Unterbringung der Geräte wurde an der Martinstraße, heute die Camminer Straße, ein tadelloses Gerätehaus mit Schlauchtrockenturm und Zisterne gebaut. Für den Bau des Gerätehauses wurden 7.500 Mark, für die Anschaffung der Geräte 6.800 Mark, für Ausrüstungsgegenstände und dergleichen 2.200 Mark ausgegeben. Die Gründungsversammlung fand am 20. März 1913 im Kurpark statt. Der zum Wehrführer gewählte C. Hoppe, unterstützt von 80 aktiven Feuerwehrmännern, verfügte somit über eine schlagkräftige Wehr.

Am 5. Juni 1913 wurde der Grundstein für das neue Gerätehaus gelegt. Kurze Zeit darauf konnte Brandmeister C. Hoppe, unterstützt durch seinen Stellvertreter Brandmeister E. Brons mit 106 aktiven Feuerwehrkameraden in das neue Gerätehaus einziehen.

Schon nach kurzer Aufbauzeit musste die junge Wehr oft ihr Können unter Beweis stellen.

Mitglieder zur Nachkriegszeit

Bei Ausbruch des Krieges 1914 mussten viele Kameraden die Gemeinde verlassen und in den Krieg ziehen. Elf Kameraden kehrten nicht zurück. Ihre Namen sind auf einer Ehrentafel am Gerätehaus verewigt. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Motorisierung dringend notwendig. Bislang verfügte die Wehr nur über Handdruckspritzen. Doch die Wehr wusste sich zu helfen. Durch eine von den Einwohnern unterstützte Verlosung konnten die Anschaffungskosten für eine Motorspritze zusammengebracht werden. Im Jahre 1925 konnte eine 1000-Liter-Köbel-Motorspritze im Gerätehaus Einzug halten. Bereits im Jahre 1928 wurde ein Personenwagen Dürkopp 6-Zylinder aufgekauft, der von den Wehrmännern als Mannschaftswagen ausgebaut wurde. Nunmehr verfügte die Wehr über Geräte, die notwendig waren, um der Gemeinde den nötigen Feuerschutz zu bieten. Als im Jahre 1936 Oberbrandmeister Hinrich Harjes aus der Wehr schied, wurde Brandmeister Joh. Ossmer zum Führer der Wehr bestimmt und führte die Wehr mit dem Brandmeister Hinr. Cordes bis zur Zusammenlegung der Gemeinden Lesum, Burgdamm und St. Magnus zur Großgemeinde Lesum.

Zum Führer der nun zusammengelegten Feuerlöschpolizei wurde der Hauptbrandmeister Karl Harjes bestimmt.

Aus der Burgdammer Wehr wurden zwei Züge gebildet. Die Führung des ersten Zuges übernahm Oberbrandmeister Johann Ossmer und die des zweiten Zuges Brandmeister Hinrich Cordes.

Bedauerlicherweise musste das 1914 erbaute Gerätehaus dem Hochbunker weichen. Eine Notunterkunft in der Garage von Stadt-London war erforderlich.

Nachdem die nördlich der Lesum gelegenen Gemeinden in die Stadtgemeinde Bremen eingemeindet worden waren, wurden die Freiwilligen Feuerwehren der Berufsfeuerwehr unterstellt.

Die alten, von der Gemeinde Burgdamm gekauften Feuerlöscheinrichtungen wurden von der Berufsfeuerwehr eingeholt und alle Freiwilligen Feuerwehren wurden mit neuen Löschfahrzeugen ausgerüstet.

Die Freiwillige Feuerwehr Lesum löste sich auf und es entstanden wieder die Freiwilligen Feuerwehren St. Magnus und Burgdamm. Die Burgdammer Wehr übernahm einen Teil der Mitglieder der aufgelösten Wehr von Lesum.

Während des 2. Weltkrieges wurden an alle Feuerwehrmänner, aufgrund schwerer Bombenangriffe auf Bremen, größte Anforderungen gestellt. In selbstlosem Einsatz nahm die Freiwillige Feuerwehr Burgdamm an der Brandbekämpfung teil. Es vergingen kaum Tage und Nächte, ohne dass die freiwilligen Helfer alarmiert wurden. Besonders lobenswert war die Einsatzführung von Oberbrandmeister Johann Osmers und Hinrich Cordes. Sie verstanden es, auch bei anhaltendem Fliegeralarm alle Kameraden durch die lodernden Feuerbrünste der Innenstadt zu steuern. Hier kam es nur zu kleinen Unfällen. Umso schmerzhafter war es für die Wehr, dass fünf Kameraden von 1939 bis 1945 ihr Leben lassen mussten. Auch ihre Namen haben auf der Ehrentafel am heutigen Gerätehaus einen würdigen Platz erhalten.